Basejumping

Basejumping, oder um den schönen deutschen Begriff Objektspringen zu verwenden, ist ein Sport für die ganz angstfreien Zeitgenossen unter uns. Gesprungen wird nicht etwa aus einem Flugzeug, denn da hätte der Fallschirm ja Zeit sich zu öffnen. Nein, gesprungen wird von Hochhäusern, Bergklippen, Brücken, Sendemasten, also von allem was auf unserer schönen Erde steht und hoch genug ist, um den geneigten Sportler zu töten oder zumindest schwer zu verletzten, falls sich der Fallschirm nicht öffnet.


Dieser Sport hat eine lange Tradition, denn schon Marco Polo hat in seinen Reisebüchern von chinesischen Artisten berichtet, die mit einem schirmartigen Gebilde aus Seide von Türmen sprangen und sicher landeten. Doch als erster belegter „Basejump“ gilt der des Kroaten Faust Vrancic. Er sprang 1617 vom Glockenturm des Martinsdoms in Bratislava, der eine Höhe von 86m aufweist.


Den Begriff „base“ prägten 1981 die Springer Phil Mayfield, Phil Smith, Jean und Carl Boenish aus building, antenna, span und earth. Ein Basejumper der etwas auf sich hält, ist natürlich von allen vier Möglichkeiten abgesprungen. In den meisten Ländern ist die Ausübung dieser Sportart verboten, doch gibt es Ausnahmen, die meist mit einem langwierigen Genehmigungsverfahren verbunden sind.